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Der Geldkreislauf, Teil 2

GeldPosted by Gerhard Bastir 14 Sep, 2009 15:20:51
Der Gold-Dollar als Weltreservewährung
Nach dem 2. Wetkrieg gelang es den Amerikanern das durch den Krieg geschwächte England mit seinem Pfund (hergeleitet von Pfund Sterling- Silber) als Wirtschaftsmacht abzulösen und den „Gold“-Dollar als Welthandelswährung zu etablieren. Im Abkommen von Bretton Woods wurde 1944 ein Währungssystem auf festen Wechselkursen zum Dollar vereinbart. Der Wert des Dollar wurde auf 1/35 einer Feinunze Gold festgelegt. 35 Dollar konnten jederzeit gegen eine Feinunze Gold eingetauscht werden. Um die Wechselkurse der Währungen der einzelnen dem Abkommen beigetretenen Länder gegenüber dem Dollar zu stabilisieren waren die Länder zu Devisenmarktinterventionen (Kauf oder Verkauf von Dollar) gezwungen. Der Dollar als Weltreservewährung war etabliert.
Um die zahlreichen amerikanischen Kriegseinsätze, speziell aber den Vietnamkrieg zu finanzieren wurde im Laufe der Jahre die Dollargeldmenge weit über die Menge an Goldreserven erhöht. Als im Jahr 1969 Frankreich begann seine Dollarreserven in Gold umzutauschen wurde letztlich im Jahr 1971 von Präsident Nixon die Goldeinlösegarantie einseitig aufgekündigt weil die USA nicht mehr in der Lage war den Umtausch der Banknoten in Gold zu gewährleisten ohne ein vollständiges Abfließen der Goldbestände zu riskieren. Der Staat war eigentlich zu diesem Zeitpunkt bankrott.
Alle Besitzer von Reserven in Dollarbanknoten saßen in der Falle: Sie besaßen nur mehr wieder diese „Papierzettel“ deren Wert lediglich darin bestand, dass sie aus Gewohnheit gegen dingliche Güter entgegengenommen wurden. Offensichtlich erschien es den Verantwortlichen damals einfacher die „wertlosen“ Dollar weiterhin als Zahlungsmittel zu akzeptieren als auf Amerika als Handelspartner zu verzichten.
Dies war der Beginn einer folgenschweren Entwicklung. Die USA – als Besitzer der Weltreservewährung- konnte sich alle seine Vorhaben, im wesentlichen den Aufbau eines weltumspannenden Militärwesens durch Drucken immer größerer Dollar-Mengen finanzieren. Alle seine Wirtschaftspartner mussten durch Devisentransaktionen dafür sorgen, dass ihre eigenen Währungen genauso schnell an Wert verloren wie der Dollar, um ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem amerikanischen Markt nicht zu verlieren und die USA als ultimativen Handelspartner weiterhin bedienen zu können.

Die Inflation (übersetzt: Aufblähung)
Unter ihr versteht man im eigentlichen Sinn die stete Vergrößerung der Geldmenge. Da diese aber im täglichen Leben nicht direkt sichtbar wird, hat es sich durchgesetzt den dadurch bedingten Kaufkraftverlust- ausgedrückt in Form von steigenden Preise ebenfalls als Inflation zu bezeichnen. Dies kam dem politischen Establishment sehr zugute, weil es von der eigentlichen Ursache ablenkte und indirekt zu einer Fehlbeurteilung führte, wenn z.B. ein höherer Ölpreis als Grund für eine steigende Inflationsrate genannt wurde. Natürlich beeinflusst die Geldmenge den Ölpreis. Mit sinkender Kaufkraft des Geldes wollen die Förderländer ihr Öl nur gegen eine höhere Menge an Dollar abgeben. aber der Ölpreis kann z.B. auch ohne Geldmengeninflation steigen wenn Angebot und Nachfrage durch Markteintritt neuer Verbraucher sich verändern.

Der Geldkreislauf
Durch die Aufkündigung des Bretten Woods Abkommen waren alle anderen Staaaten gezwungen vom Goldstandard abzugehen und (Gold) geld wurde durch - nicht mehr eintauschbare Banknoten, Münzen, Kredite und elektronische Konten ersetzt.
Die heute am häufigsten vorkommende Art von „Geld“ ist Kreditgeld.
Um die Bedeutung dieser Art von Geld zu verstehen, muss man wissen, dass Kredit(geld) einen Beginn und ein Ende hat. Seine Erzeugung (Geldschöpfung) und seine Tilgung.
Kredit(geld) wird durch einen Käufer erzeugt, der es dem Verkäufer ein Versprechen auf zukünftige Zahlung (Schuldschein) aushändigt als Nachweis für den Erhalt einer Ware, dieses wird daraufhin von seinen jeweiligen Empfängern weitergereicht- wieder im Austausch für Waren oder Dienstleistungen- um möglicherweise wieder zu seinem „Erzeuger“ gegen Austausch mit einer Ware zurückzukehren. Wir können uns hier eine Gruppe von Händlern vorstellen, die untereinander wechselseitig vereinbaren eine bestimmte vereinheitlichte Form von "Schuldscheinen" zu akzeptieren, sei es in Form von bedrucktem Papier, Metallplättchen (Münzen), oder in einfachster Form von geschriebenen Zahlen in der Buchhaltung oder als Datensätze in einem Computer.
Somit existiert Kredit(geld) erst dann wenn es gegen die Lieferung einer Ware oder einer Dienstleistung akzeptiert wird; für seine Existenz sind zwei Faktoren maßgeblich - ein Käufer der es ausstellt und ein Verkäufer der es im Austausch für eine Ware annimmt. Der Verkäufer vertraut darauf, es wieder einem anderen Verkäufer im Tausch gegen eine Ware auszuhändigen. Kredit(geld) entspringt daher aus einem gemeinsamen Interesse und der Zusammenarbeit von Marktteilnehmern und nicht durch eine Autorität. Die Annahme daß nur der Staat Geld ausstellen kann, ist daher schlichtweg falsch. Nur ein Käufer kann für sich Kredit(geld) ausstellen und er muss im Gegenzug ein konkurrenzfähiger Verkäufer sein um es am Ende des Kreislaufes wieder zurück zu erhalten. Nur indem der Käufer letztendlich seine Produkte oder Dienstleistungen am Markt unterbringt, kann er andere Produkte oder Dienstleistungen am Markt einkaufen. In dieser einfachen Regel liegt der eigentliche Sinn von ursprünglichem Kredit(geld).
Im heutigen Banksystem muss ein „Erzeuger“ von Geld erst die Zustimmung einer Bank einholen um Geld in Umlauf zu bringen. Typischerweise durch Beanspruchung eines Kredites. Die Bank wird seine Kreditwürdigkeit prüfen und in Abhängigkeit von seiner Sicherstellung diesen Kredit zugestehen. Im Endeffekt erhält die Bank einen rechtmässigen Anspruch auf das Eigentum des Kreditnehmers gegen die Lieferung von Banknoten oder geschriebene Zahlen in der Kontoführung, die andere als Gegenwert für die Lieferung von Waren akzeptieren. In anderen Worten hat der Kreditnehmer das Recht erkauft bis zur Höhe seines Kredites Zahlungen zu leisten. (Wir erinnern uns an die Machenschaften der Goldschmiede. Die Bank verleiht Geld, daß sie in Wirklichkeit gar nicht haben muss, gegen die Verpfändung von Sicherheiten und darf dafür auch noch Geld in Form von Zinsen kassieren).
Wie im vorigen Absatz beschrieben, hat der Käufer sich zur Lieferung von Waren oder Dienstleistungen in dem Umfang an die Gemeinschaft verpflichtet wie er Waren in gleichem Umfang von ihr bezieht. Aber zusätzlich muss er der Bank das vorher geliehene Geld samt Zinsen zurückzahlen. Dementsprechend müssen seine Verkäufe nicht nur den Gegenwert für das „erzeugte“ (geborgte) Geld einbringen, sondern auch noch einen zusätzlichen Betrag für die Bezahlung der Zinsen.
Ist er darin erfolgreich, kann er der den Kredit zurückzahlen und damit sein Pfand zurückerhalten, wenn nicht, verfällt es an die Bank. Durch die Rückzahlung des Kredites hat das Geld seinen Kreislauf beendet und ist wieder getilgt.
Nach wie vor ist der Erzeuger des Geldes der Käufer, nicht die Bank. Die Bank hat eigentlich nichts verliehen, sie hat lediglich das eingesetzte Pfand in eine handelbare Form umgewandelt. Das Geld für die Bezahlung der Zinsen stammt nicht aus dem eigentlichen Kreislauf, es kann nur von einem anderen ähnlichen Kreislauf stammen; also von einem anderen Käufer (Kreditnehmer), der seinerseits auch nicht in der Lage sein wird aus diesem Kreislauf das Geld zu beziehen, das für die Bezahlung der Zinsen erforderlich sein wird.
Es ist eine Sache für jene die ihr Geld verdient haben Zinsen für dessen Verwendung zu verlangen, aber eine ganz andere für Banken die Geld für die Einräumung von Krediten verlangen. In letztem Fall muss die Geldmenge laufend erhöht werden um den Kreislauf am Leben zu erhalten.
In dem derzeitigen System übernimmt der Staat die Rolle des ultimativen Kreditnehmers, indem er sich laufend verschuldet und damit beiträgt immer mehr Geld zu „erzeugen“.
Die Zentralbanken die diese Rolle gerne übernehmen, sind damit die Hauptverursacher der sogenannten „business cycles“ eine Abfolge von periodischer Inflation und Deflation (Depression). Dies erfolgt im Gegensatz zu ihrer Behauptung, die Hüter der Stabilität des Geldes zu sein.
Sie berufen sich auf ihre Absicht die „Preisinflation“ auf einem Wert von annähernd 2% zu halten. Abgesehen von der Frage warum gerade 2% und nicht 1% oder 3% , welche Art von „Stabilität“ soll das sein, wenn es das Ziel ist die Kaufkraft in 35 Jahren zu halbieren. Ein weiteres Ziel der z.B. der EZB ist, das Geldmengenwachstum M3 auf 4,5% zu halten, ein Ziel welches seit der Einführung des Euro noch nie erreicht wurde. War das jährliche Wachstum in den den Vorjahren in der Größenordnung von 8% stieg es im Okt 2008 (letzter feststellbarer Wert) auf 15,5%. Zur Feststellung der „Preisinflation“ dient der Vergleich der Preise aus einem imaginären Warenkorb der den durchschnittlichen Konsum eines Bürgers darstellen soll. Wie kommt es dann, dass bei einer gesamteuropäischen Geldmengenpolitik durch die EZB es in den einzelnen Länder zu unterschiedlichen Kaufkraftverlusten führt? Unter der Annahme, dass zur deren Bestimmung ein einheitlich zusammengesetzter Warenkorb herangezogen wird und die veröffentlichten Werte nicht gefälscht sind, kann es nur an unterschiedlichem Konsumverhalten der Bürger dieser Länder liegen. Im Gegensatz zu den Preisen der Waren im Warenkorb werden die Kaufkraftverluste der Währung bei der Anschaffung von Investitionsgütern wie Aktien, Fonds oder Immobilien nicht als Preisinflation gesehen sondern als „Wertzuwächse“.

Die Kraft des Geldes
Erst durch die Verwendung von Geld ist eine moderne arbeitsteilige Industriegesellschaft möglich. Es ermöglicht die Spezialisierung: Wenn eine Person sich auf jene Tätigkeiten spezialisiert die sie gut verrichten kann, profitiert auch die Gemeinschaft.
Geld ist in unserem heutigen System aber auch Macht. Dies durch die Monopolisierung seiner Erzeugung und die politische Manipulation seiner Verteilung. Macht wird durch diejenigen ausgeübt die das Geld haben.
Das soll nicht heißen, dass die Verwendung von Geld an sich schlecht ist. Im Gegenteil: erst durch den Einsatz von Geld kann die Menschheit ihre volle Kreativität ausüben. Im heutigen System aber wird Geld und Markt aber in Bereiche gebracht die besser durch andere Mechanismen zu steuern wären. Nehmen wir z.B. die Familie hier sind die Bindungen eng, Versorgung ist ein zentrales Anliegen, Bedürfnisse und Wünsche einfach erkannt, Verantwortlichkeiten schnell zugeteilt. In diesem Kontext ist das Schenken und Teilen besser angebracht, als kaufen und verkaufen. Die Verwendung von Geld innerhalb der Familie würde auf die menschlichen Prozesse die für die Erhaltung des Wohlbefindens wichtig sind zerstörerisch wirken.
Geld ist besser geeignet für den unpersönlicheren Austausch wie er zwischen sozialen Einheiten stattfindet z.B. Import und Export.
Eine gesunde Gesellschaft bedarf gesunder Grundelemente aus der sie sich zusammensetzt z.B die Familie. Eine Eigenschaft dieser Gesundheit, ist eine hohe Komplexität interner Funktionen welche für sich wieder hohe Freiheit und Selbstbestimmung bedürfen. In unserer Sozialordnung sollte es keine Hemmnisse für die freie Entwicklung dieser kleinsten Einheiten ökonomischen Handelns geben. Das bedeutet dass Hindernisse innerhalb und zwischen diesen Einheiten so gering wie möglich gehalten werden sollten. Eines dieser Hindernisse sind Steuern. Steuern auf Einkommen und Konsum sollten daher vermieden werden.
Wir erkennen also, dass Geld Einfluss auf die Qualität unseres Lebens, die sozialen Interaktivitäten, persönliche Prioritäten und auf die Erfüllung unserer grundlegenden menschlichen Bedürfnisse nimmt.
Wir haben erkannt, dass Geld auch Information ist. Information die nicht verzerrt, ungenau, unvollständig oder schlichtweg falsch sein sollte.
Wir kennen die Symptome: Inflation, Arbeitslosigkeit, steigende Verschuldung, Konkurse, Wohnungslosigkeit. Die sich öffnende Schere zwischen arm und reich. Daraus resultierend, sozialer und ökologischer Abstieg, Kriminalität, Selbstmord, Drogenmissbrauch, Raub und Diebstahl, einhergehend mit Land- Luft und Wasserverschmutzung. Das sind keine zufälligen Entwicklungen sie stammen von den Missinformationen unseres heutigen Geldsystems.
Konventionell sind Fehlfunktionen in 3 Bereichen festzustellen:
1) Es ist niemals genug davon da, um den Zweck zu erfüllen für den es geschaffen wurde
2) Es ist falsch verteilt- es geht nicht zu denjenigen die es am dringendsten brauchen oder es am effektivsten einsetzen, sondern zu politischen oder ökonomischen Machtzentren
3) Es pumpt systematisch Wohlstand von den Armen zu den Reichen.

Wie Geld entsteht.
Schaffung von Wohlstand und Schaffung von Geld sind zwei unterschiedliche Dinge. Wohlstand wird durch die Anwendung menschlicher Fähigkeiten auf natürliche Ressourcen zwecks Erzeugung nützlicher Dinge und Dienstleistungen geschaffen, z.B. Anbau von Lebensmittel, Bauen von Häusern, Drucken einer Zeitung
Unser heutiges Geld wird durch die Einräumung von Krediten geschaffen, nur etwa 5% des Geldes ist in Form von Banknoten und Münzen im Umlauf. Letztere werden von den Notenbanken auch zum Leitzinssatz an die Banken abgegeben. Sie treten dann in Erscheinung wenn ein Kreditnehmer die Auszahlung von Bargeld bevorzugt und zwar im Austausch gegen eine Kreditzusage. Die Menge solcherart erzeugten Geldes hängt von den Spielregeln ab, die politisch festgelegt werden. Im wesentlichen durch die Definition einer Mindestreserve, jener Geldmenge die zur Absicherung jederzeitiger Auszahlungswünsche- in Normalzeiten- nicht in Form von Krediten vergeben werden darf. Die Verteilung auf die einzelnen Banken erfolgt in dem Verhältnis wie sie ihrerseits in der Lage sind Guthaben von Sparern anzulocken. Banken agieren somit als Erzeuger und Speicher von Geld. Wenn jemand Geld auf sein Bankkonto einzahlt, erwirbt er das Recht über es zu verfügen z. B. durch Ausstellung von Schecks oder Kreditkartenzahlungen. Aber woher kommt das Geld? Zumeist vom Dienstgeber, dieser von seinen Kunden, der wieder von seinem Arbeitgeber oder Kunden u.s.w. Das wichtigste ist aber den Ursprung zu verstehen: Bankkunden erzeugen Geld sobald sie ein Darlehen annehmen. Eine Firma geht zur Bank und erhält ein Darlehen um z. B sein Geschäft auszuweiten. Die Bank schreibt diesen Darlehensbetrag dem Geschäftskonto der Firma gut. Woher hat die Bank aber das Geld um es der Firma zu leihen? Sie hat es von niemandem bekommen, sie erzeugt es sich einfach und zwar im Ausmass relativ zu seiner Mindesteinlage. Es ist ein einfacher Buchungsvorgang, auf der Aktivseite der Bankbilanz steht die Forderung gegenüber dem Kreditnehmer (nämlich auf Rückzahlung des Kredits), auf der Passivseite der selben Bilanz eine Verbindlichkeit der Bank gegenüber dem Kreditnehmer, die Verpflichtung auf Auszahlung des eingeräumten Kredits. Die Bankbilanz ist nun um den Betrag des Kredits verlängert worden, aber ausgeglichen, alles OK. Im Gegensatz zu Sparkassen die ursprünglich nur das Geld verleihen durften das sie von ihren Sparern erhielten, verleihen Banken Geld einfach durch Gewährung von Darlehen zumeist im Eintausch von Sicherstellungen. (Pfand, Hypothek)

Warum ist nie genug Geld da?
Schuldner müssen Zinsen zahlen. Demzufolge leihen Banken Geld her, das sie eigentlich nicht wirklich haben und verpflichten den Schuldner für dieses Privileg Zinsen zu zahlen.
Während die Darlehenssumme in dem Augenblick erzeugt wurde als sie dem Konto des Schuldners gutgeschrieben wurde, ist das Geld mit dem nachher regelmäßig die Zinsen bezahlt werden noch nicht erzeugt. Dementsprechend sind Schuldner in ihrer Gesamtheit in der unmöglichen Situation immer mehr Geld zu schulden als es insgesamt gibt. Sie müssen gegeneinander um das verfügbare Geld kämpfen. Wird also die Geldmenge nicht laufend erhöht um auch die Zinsen bezahlen zu können, ist die logische Konsequenz, daß der am wenigsten erfolgreiche sein Pfand an die Bank verliert.

Warum ist es schlecht verteilt?
Geld, wie es durch Gewährung von Darlehen erzeugt wird, wird nicht fair verteilt, da die Entscheidungen nicht demokratisch sondern von Eliten getroffen werden, die auf die Rentabilität ihrer Unternehmen -den Banken- bedacht sein müssen.
Der größte Mißbrauch aber entsteht durch die Politisierung von Geld, Bankwesen und Finanz. Im Gegenzug zu ihren Privilegien als Bank müssen diese der Politik genügend Geld für deren Verwendung liefern. Das bedeutet, dass die Banken (einschliesslich der Zentralbanken) in Summe genügend neues Geld erzeugen um es dem Markt zu ermöglichen, die Anleihen aufzukaufen die die Staaten auflegen um das Haushaltsdefizit zu finanzieren. Auf diese Weise kann die Politik beliebig viel ausgeben ohne sofort die Steuern erhöhen zu müssen. Das Resultat ist die Inflation; in Wirklichkeit eine versteckte Steuer.
Es ist weit verbreitet zu glauben, das Inflation die Ursache in zu vielem Geld im Umlauf hat. Dies stünde im Widerspruch zu der Feststellung, dass immer zu wenig Geld da ist. Inflation wird nicht durch zuviel Geld per se verursacht, sondern liegt in dem Umstand, dass ein Teil des Geldes, wie zuvor beschrieben, zu Unrecht erzeugt und falsch verteilt wurde.
Durch diese Art der Geldwirtschaft, sind die Bürger aus dem Entscheidungsprozess wie die Früchte des allgemeinen Wohlstands, dem Ergebnis der Arbeit jedes Einzelnen, ausgegeben werden, ausgeschlossen. Ausgaben für Waffen (Abfangjäger), Konkursgarantien, Anlassgesetzgebung zugunsten einiger Weniger sind nur einige Beispiele.

Wie Geld Wohlstand von den Armen zu den Reichen pumpt.

Wenn hier von den Armen die Rede ist, sind nicht die wirklich Armen gemeint sondern der Mittelstand und das Kleingewerbe.
Es ist die Schuldenfallle die die große Gefahr darstellt. Verschuldung im gegenwärtigen System ist auf zwei Arten zerstörerisch:
Ersten durch Bezahlung von Zinsen für die Verwendung von Geld (Bankdarlehen) und
Zweitens durch Verfall von Pfandstellungen im Fall von Uneinbringlichkeit.
Infolge der permanenten Fehlmenge von Geld muss es zwangsläufig zu Uneinbringlichkeiten kommen.
Im gegenwärtigen System muss jeder in gewisser Weise Zinsen zahlen auch wenn er selbst kein Darlehen in Anspruch nimmt. Kosten für Zinsenzahlungen sind im Kaufpreis fast jeder Ware enthalten, da jedes Gut welches wir kaufen produziert werden, jede Produktion in irgend einer Weise finanziert werden muss und die Kosten für die Benützung von Geld in Form von Zinsen stattfindet. In Deutschland wurde erhoben dass z.B. der Anteil an Zinskosten für die Müllabfuhr 12 % darstellt, 38% für Wasser, 77% für Mietausgaben, weiters wurde die Verteilung von Zinsausgaben und -einnahmen für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen untersucht. 80% der Haushalte mit niedrigem Einkommen zahlen im Schnitt mehr Zinsen für ihre Schulden, als sie durch Spareinlagen und Veranlagungen einnehmen. Die höchsten 10 % verdienen an Zinsen doppelt so viel als sie für Schulden ausgeben. Geldverleih entweder direkt oder mittels des Bankwesens ist eine der Hauptursachen für die Schere zwischen arm und reich.



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